Bali,  Indonesien

Ubud

Nach einer 1-stündigen Fahrt von Canggu nach Ubud bin ich in meiner Unterkunft, direkt neben dem Yoga Center (Yoga Barn) angekommen. Ein einfaches Zimmer mit Bad und sehr guter Ausgangslage. Man war innerhalb 20 min. Fußmarsch am Ende der Stadt und kam an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Den ersten Tag verbrachte ich den Vormittag im Yoga Center und habe 2 Kurse ausprobiert, und war begeistert 🙂

Die Yogalehrerin wusste was sie tut und die Atmosphäre war auch super. Die ganze Anlage war toll gemacht und dank dem eigenen Restaurant und der Saftbar konnte man mehrere Stunden dort verbringen. Natürlich war es ein Touristenmagnet und alle Kurse waren voll, aber damit habe ich gerechnet.

 


Am nächsten Tag ging es zum berühmten Monkey Forest, ein Affenwald mit vielen freilaufenden Affen und Tempelanlagen.

Auch außerhalb der Anlage waren Affen unterwegs 😀 ….Null Scheu vor Menschen oder Autos/Roller. Hat ihn überhaupt nicht gejuckt, was um hin herum abgeht.


Leider hatte ich ab dem dritten Tag Pech mit dem Wetter, ab da an regnete es ununterbrochen, teilweise heftig.

Was mich jedoch erstmal nicht abgehalten hat in die Stadt loszuziehen. Also samt Regenjacke bin ich losgestiefelt, durch die Nebengasse, an vielen Cafés, Warungs (“Lädelchen”) und Shops vorbei, Richtung der Tempelanlagen. Trotz des Regens waren die Straßen voller Menschen und man kam nur schwer voran.

Am Tempel angekommen, war ich vorbereitet, der vorgeschriebene Dresscode hieß – Sarong (großes Tuch) und Schal um die Hüfte und nur Tshirts mit Ärmel, dazu keine offenen Haare. Fertig “angezogen” durfte ich dann rein und hatte Glück, in diesem Moment fand eine Zeremonie statt und ich konnte mich in die Ecke stellen und zuschauen, was sehr interessant war.

Für den Abend habe ich mir noch ein Ticket für die Kecak – eine balinesisches Tanzdrama – gekauft, die 2mal in der Woche stattfindet und immer ausverkauft ist, also hieß es auch 1 Stunde vor Beginn dort sein um einen guten Platz zu ergattern.

Da es bereits dunkel war, dachte ich mir ich versuche mal einen Transport auf dem Roller, also nahm mich ein Indonesier auf seinem Roller ans Ende von Ubud zum Tempel – recht abenteuerlich ohne Helm da hinten drauf. Aber scheint hier wohl ganz normal zu sein, ich hab auch schon ganze Familien auf den Rollern gesehen, Frau mit 2 kleinen Kindern oder Mann mit Baby…alle ohne Helm. Aber anscheinend passiert selten was. Undenkbar in Deutschland.

Die Tanzaufführung an sich ging 1 1/2 Stunden und war beeindruckend, rund 50 Männer die im Chor mit einem Solosänger Verse vortragen und somit die Aufführung akustisch begleiten. Dazu haben sich mehrere Frauen und Männer “bewegt/getanzt” oder wie man diese beschwörende Bewegungen mit Armen und Händen nennen möchte. Untermalt von dem Gesang treten noch andere Figuren in den Kreis und erzählen mit ihren Bewegungen eine Geschichte von Rama und seiner Frau Sita, die von dem Dämonen Rawana entführt wird. Mit Hilfe des Affengenerals Hanuman und seinen Affenkriegern wird Sita gerettet und die Handlung hat ein Happy End. Am Schluss gab es noch den traditionellen Feuertanz, in dem ein Mann immer wieder ins offene Feuer tritt.


Am nächsten Tag habe ich im Internet die Anlage “Bali Swing” gefunden, die nicht weit von meiner Unterkunft entfernt war, also beschloss ich dorthin zu fahren. Auf der Straße habe ich mir einen Taxifahrer gesucht, mittlerweile kannte ich die Preise recht gut und wusste wann der Preis angebracht war und wann nicht, beim zweiten Taxifahrer konnte ich dann einen guten Preis aushandeln und es konnte losgehen. Nach knapp 45 min. Fahrzeit sind wir angekommen und Putu, mein Taxifahrer, meinte er würde hier auf mich warten und dass ich er eine Nummer zugewiesen bekommt, mit der ich ihn dann rufen lassen kann. Selbst nach dem Hinweis, dass ich nicht weiß wie lange ich da drin sein werde, ließ er sich nicht abhalten und fuhr auf den Parkplatz. Wieder was neues dazu gelernt. Um Kunden nicht zu verlieren, wird auch mal stundenlang auf einem Parkplatz auf sie gewartet. Nach einem Aufwendigen “Einchecken” Verkaufsgespräch, Formulare ausfüllen, bezahlen, durfte ich die Anlage betreten, dort war das Erste was mir aufgefallen – eine tolle Aussicht über die Reisfelder…aber dann die Massen an Touristen 😀 hauptsächlich Chinesen ´natürlich´.

Alle standen sie an, um auf der großen Schaukel zu schwingen, ich hab mich 5 Minuten dazugestellt und dachte dann “nä” ich suche mir was anderes. Da die Anlage so groß war, bin ich nach ein paar hundert Meter fündig geworden – noch mehr Schaukeln, zwar nicht so hoch aber das Anstehen war es mir nicht wert und tolle Fotos sind trotzdem entstanden. Es gab auch Vogelnester und einen großen Stein als Fotomotiv. Irgendwann hat es auch wieder mit Regnen angefangen, was aber bei der Hitze nicht so das Problem war 😀


Dann hieß es auch schon wieder einpacken und weiterziehen, mein Taxifahrer Putu von dem Tag davor, hatte sich bereits angeboten mich zu meinem nächsten Stopp nach Pandang Bai zu fahren, auf dem Weg dorthin haben wir noch einen kurzen Stopp am Tegenungan Waterfall eingelegt und Putu wurde immer mehr zu einem privaten Guide. Er hat mir auch viel über die indonesische Kultur erzählt und mir ein paar Worte auf Indonesisch beigebracht.

Putu und ich

Das Wetter an dem Tag war endlich wieder besser und so war allein die Fahrt zum Wasserfall ein Sightseeing Programm an all den schönen Reisfeldern und den kleinen Gassen vorbei.

Tegenungan Waterfall

Auf dem Weg zurück vom Wasserfall kam uns dann noch eine Kolonne von Einheimischen entgegen, das Ganze dauerte fast eine halbe Stunde –  Massen an Menschen auf Rollern, kleinen Lastwagen und in Autos kamen uns entgegen für die wir Platz machen mussten, selbst die Polizei war da um die Straße freizuhalten. Putu meinte, die fahren alle an Strand und anschließend zum Tempel.

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