USA

San Francisco

Nach 5 tollen und entspannten Tagen in Santa Clara ging es also mit dem Caltrain nach San Francisco, eine recht kurzweilige 2-stündige Zugfahrt.

In San Francisco angekommen bin ich direkt Richtung USA Hostels in der Innenstadt gefahren, welches zu der Hostelkette, in der ich nun schon in L.A. und San Diego war, gehört und nur gute Erfahtungen gemacht habe. Dort stand ich also wieder voll gepackt mit Rucksack und co. in der Lobby und wurde direkt von Sebastian aus Schottland angesprochen, ob ich nicht Lust hätte zur Golden Gate Bridge zu fahren. Nicht einmal eingecheckt und Zimmer bezogen, beschloss ich also spontan mitzugehen :-D. Meine Sachen schnell abgelegt und los gings….

Da sein Camaro kein schlechtes Bild abgegeben hat, diente es als Requisite für das obligatorische Bild vor der Golden Gate Bridge 😀

 

…hier hätte ich definitiv nicht stehen dürfen, aber für ein gutes Bild muss man auch mal ein Risiko eingehen 😀

 


Am Abend stand dann PubCrawl auf dem Programm mit Karaoke und ziemlich abgedrehten Bars mit Wasserbett und einem Schulbus neben der Tanzfläche.

 

Vor der Bar haben wir dann Eric kennengelernt, einen Obdachlosen der uns nach etwas Geld gefragt hat. Sebastian hat ihm daraufhin gleich 20$ gegeben, davon war Eric so tief berührt und dankbar, dass er auch was für uns tun wollte. Nachdem er uns von seiner früheren Musikkarriere als *MCJazz* erzählte hatte, gab es eine kleine Kostprobe….wir waren alle ziemlich beeindruckt und nannten es “the Moment”, ein Moment den man nicht so schnell vergessen wird. War echt ein bewegendes Erlebnis, so ein talentierter, netter und dankbarer Mann der auf der Straße leben muss und trotzdem so positiv gestimmt ist.

FreeStyle-Session:

John, ich, Sebastian, Eric


Am nächsten Tag ging es dann zum Yosemite Park 🙂

Eine 3-stündige Fahrt von San Francisco aber lohnt sich auf jeden Fall, ich würde jedoch raten mehr als nur 1 Tag dort zu verbringen. Ein großer wünderschöner National Park mit beeindruckender Aussicht….

 


Am nächsten Tag wollte ich mir dann mal die Stadt, von der alle so beigeistert sind, genauer ansehen und bin einfach mal losgelaufen, da das Hostel ziemlich zentral lag (Nähe Union Square) war das dafür auch eine gute Ausgangslage.

SWB (shopping without buying) habe ich auch versucht, hat nicht ganz funktioniert und dafür hasst mich mein Rucksack und mein Rücken mittlerweile ziemlich. Bald heißt es von einigen Dingen Abschied nehmen :-/ …muss mich noch an den Umstand gewöhnen, keinen Kleiderschrank auf dem Rücken tragen zu können 😀

Ich habe schon von vielen gesagt bekommen, dass wir Deutschen doch überall seien aber in San Francisco habe ich selber extrem gemerkt. Alle 100 Meter die vertraute deutsche Sprache aber auch Verhaltensweisen, die sofort erkennen ließen, dass ich es hier mit Landsleuten zu tun habe….. In einem Starbucks habe ich ein Paar beobachtet, die Frau hat sich schon beim Betreten verzweifelt nach einem Platz zum Sitzen umgeschaut und direkt, ohne die Tischnachbarn zu fragen, demonstrativ ihre Jacke auf den Platz geschmissen, um sich dann an der Theke was zu bestellen, nachdem sich ihr Mann dann noch lautstark mit einem “DANKE” bei einer englischsprachigen Bedienung bedankt hat, war mir alles klar :-D.


Was man aber direkt spürt, wenn man durch die Straßen von San Francisco läuft, ist der Charme dieser Stadt, in jeder Ecke entdeckt man was Außergewöhnliches und Schönes, man fühlt sich direkt wohl und will mehr sehen.

 

 


*Bike the Bridge* hieß der Hostel-Programmpunkt am nächsten Tag, bei dem ich nichtsahnend, wie anstrengend das Ganze doch werden sollte, mitgemacht habe.

Als 15-köpfige Gruppe aus dem Hostel haben wir uns morgens um 10h auf den Weg zum Fahrradverleih gemacht, nach gefühlten 100 Unterschriften und einer längeren Wartezeit, bis alle bezahlt und ihre Fahrräder hatten, ging es dann durch die Innenstadt Richtung Pier und Fisherman´s Wharf. An jeder Ampel mussten wir halten und auf den Rest der Truppe warten, ich hatte das Gefühl da saßen manche das erste Mal auf einem Fahrrad :-D… hat natürlich unnötig Zeit gekostet und mir wieder gezeigt, dass es manchmal besser ist alleine oder in kleinen Gruppen loszuziehen :-D.

Auch dort am Pier waren wieder Seelöwen vertreten – viele stinkende Seelöwen – die sich Null um die ganzen Schaulustigen gekümmert haben und gechillt in der Sonne lagen.

Der nächste Zwischenstopp war Palace of Fine Arts, schönes Gebäude im römisch/griechischem Stil mit Seeanlage.

Danach hieß es bergauf fahren um zur Brücke zu gelangen, oben angelangt war ein Sauerstoffzelt notwendig 😀

Mitterweile waren es auch gefühlte 30 grad und mit der Gangschaltung kam ich auch mal garnicht zurecht. Aber ich konnte froh sein, dass ich diesmal keinen Platten hatte und die Fahrradkette nicht rausgesprungen ist 😀

Auf der Brücke war die Aussicht dann mega beindruckend und man hat dieser mehr Aufmerksamkeit geschenkt als auf das Fahrradfahren und die anderen Menschen die dort einem entgegen haben. Nach mehreren Fast-Kollisionen habe ich mich dann doch entschieden, mir das Ganze am Rand anzuschauen und Bilder zu machen 🙂

Am anderen Ende angekommen, war da die tolle kleine Stadt Sausalito mit spanischem Ursprung. Nach kurzer Erkundung hat uns der Hunger in ein kleines mexikanisches Restaurant gelockt.

Danach ging es mit der Fähre zurück nach San Francisco.


Am nächsten Tag wollte ich mir den Golden Gate Park ansehen, da es auf dem Weg lag habe ich einen Zwischenstopp bei den *Painted Ladies* eingelegt, viktorianische, mehrfarbig gestrichene Holzhäuser die zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen.

Am Golden Gate Park angelangt, habe ich mich entschieden die 8$ Eintritt für den Botanical Garden zu bezahlen und war schlussnendlich sehr froh darüber. Ich hatte Glück und es war recht wenig los. So führte der Weg einen vorbei an Gartenanlagen mit Pflanzen aus vielen Teilen der Welt wie Kalifornien, Chile, Australien, Neuseeland und Südafrika. Wünderschöne Anlage und einen Besuch definitiv wert.

Am Ende des Botanischen Gartens angelangt, waren es immer noch 3 km Fußmarsch um ans andere Ende des Golden Gates Parks zu gelangen, an den Ocean Beach.

Also lief ich durch unterschiedliche Parkanlagen, vorbei an feiernden Menschen die sich in größeren Gruppen überall im Park verteilt hatten, denn an dem Tag war der mexikanische Feiertag Cinco de Mayo, der in den USA groß gefeiert wird.

Abends war deshalb auch im Hostel Party angesagt, es gab free Drinks und Nacos 🙂

Dort habe ich dann auch meine Bike the Bridge Gruppe getroffen mit denen ich dann später noch durch die Clubs gezogen bin. Dank dem Feiertag waren die entsprechend voll 😀


Twin Peaks

Castro District

Lombard Street

Pier

Alcatraz Tour

Street-Art

San Francisco ist eine tolle und wunderschöne Stadt mit vielen außergewöhnlichen Ecken und hat mir bisher am besten gefallen 🙂 ich werde auf jeden Fall zurückkommen 😉

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