USA

Los Angeles

Nachdem der erste Abend im Hostel recht unspektakulär verlief und ich nach der langen Reise früh im Bett lag, habe ich mich am Morgen in die Hostel Küche gesetzt und das inbegriffene Frühstück getestet, typisch Amis – Pancakes, Toast und Bagels :-). Aber trotzdem war das mehr als ich erwartet hätte und ein guter Start in den Tag.

Es hat nicht lange gedauert bis sich jemand zu mir gesetzt hat, Anne kam ebenfalls  aus Deutschland und so hatten wir direkt einiges an Gesprächsstoff. Da sie jedoch an dem Tag in ein anderes Hostel am Strand wollte, musste sie nach kurzem Smalltalk aufbrechen – Nummern haben wir jedoch noch schnell ausgetauscht.

Anschließend ging es direkt mit einer größeren Gruppe aus dem Hostel Richtung Hollywood Sign, eine Tour die vom Hostel angeboten und geführt wird.

Bei über 30° Grad hieß es eine steile Straße hochlaufen, auch klettern war angesagt. Aber die Aussicht und die tollen Bilder haben einen für diese Anstrengung schnell entschädigt.

Auf dem Weg nach oben habe ich mich mit einigen aus den unterschiedlichsten Ländern unterhalten und festgestellt wie Multikulti diese Gruppe ist. Es waren welche aus Australien, Dänemark, Korea, Alaska, Schottland, England und Spanien dabei…. Somit kamen interessante Gespräch zustande und ich konnte viele Empfehlungen für meine nächsten Stopps mitnehmen.

Das ist einer der Gründe wieso man als Alleinreisende in ein Hostel gehen sollte (vor allem am Anfang), ich habe so viel schneller Anschluss gefunden und Kontakte geknüpft und natürlich ist es im teuren Los Angeles einfach billiger 😉

 

Hollywood-Sign-Tour:

Sara und Trine aus Dänemark und Jiyun aus Korea

Danach ging es mit den Dreien zum Venice Beach, glücklicherweise hatte die 2 Mädels aus Dänemark einen Mietwagen und man musste nicht mit den Öffentlichen oder Uber hinfahren.

Wir hatten Glück, unter der Woche ist dort recht wenig los und so konnten wir am Strand sogar etwas schlafen nach der anstregenden Wanderung am Morgen 🙂

 

Venice Beach:


Am nächsten Tag sind die 2 Mädels aus Dänemark leider schon weitergereist und ich habe mich alleine auf den Weg zur Melrose Avenue gemacht, aus den auf Google Maps angezeigten 1,5 km wurden schlussendlich über 3km Fußmarsch bis ich an der eigentlich Shoppingmeile angekommen bin, nachdem ich an allen namhaften Geschäften vorbei war musste ein neuer Plan für den restlichen Tag her.

Anne aus Deutschland hatte sich auch bereits gemeldet und wollte am Mittag nach Beverly Hills. Somit haben wir uns am Melrose Place getroffen und uns zusammen auf den Weg dorthin gemacht.

Beverly Hills:

 

Danach ging es noch Richtung Rodeo Drive:


Am Abend haben wir uns dann noch spontan entschlossen beim Pub Crawl vom Hostel mitzumachen, somit sind wir mit einer Gruppe von ca. 20 Leuten erst in eine Karaokebar losgezogen und anschließend in den Club No Vacancy, der sich als Geheimtipp herausstellen sollte. Nachdem wir dort zur Tür reingekommen sind, standen wir erstmal in einem kleinen Zimmer mit einem Bett auf dem eine halbnackte Frau saß…WTF?!?! nach kurzer Verwirrung und Spannung was als nächstes passieren wird, schob sich das Bett plötzlich zur Seite und Treppen nach unten kamen zum Vorschein, die in den eigentlichen Club im Vintage Stil geführt haben mit großer Außenanlage und echt guter Musik 🙂 -> Empfehlung!


Am nächsten Tag haben wir uns mit einem “leichten” Kater vom Vorabend zu einem angeblichen Park gemacht, der sich jedoch als Jüdische Friedhof herausgestellt hat 😀

Sehr schöne Anlage aber zum hinliegen und chillen hat sie nicht gerade eingeladen.

Etwas genervt und enttäuscht, als die zweite Anlaufstelle – ein kleiner Spielplatz mit einer Miniwiese – auch kein Erfolg war sind wir zum The Grove und Farmers Market gefahren, ein großes Einkaufzentrum und vielen Essensständen.

Nach kurzer Pause im Hostel habe ich mich auf den Weg zu einer der berühmten Tanzschulen in Los Angeles  – The Playground LA– gemacht, dort habe ich mich bereits am Vormittag zum Kurs von Kenny Wormald eingetragen, dem die Tanzschule gehört und selber Tänzer und Choerographer ist und schon in einigen Tanzfilmen mitgespielt hat – Center Stage, Footloose, Honey 3…

Die Stunde ging super schnell vorbei und hat mega viel Spaß gemacht, am Schluss hab ich mich sogar noch getraut Kenny anzusprechen, nach kurzen Smalltalk haben wir festgestellt dass er bereits 2006 bei einem Dance-Workshop in Stuttgart von Justin Timberlakes Choerographer Marty Kudelka als Tänzer dabei war und ich dort ebenfalls teilgenommen hab. Natürlich gab es dann noch ein Selfie 🙂


Am nächsten Tag ging es zusammen mit Anne und Jake aus Seattle zum Hiking im Runyon Canyon

 

…….und weil es uns noch nicht gereicht hat ging es später noch zum Wisdom Tree Flag Trail, was sich aber als noch anstrengender herausstellte, dort hieß es senkrecht den Berg hinauf wandern/klettern.

Aber die Aussicht war genial, auch weil wir passend zum Sonnenuntergang oben angekommen sind


Dann war Strandtag angesagt, also ging es mit dem Hostelshuttle Richtung Santa Monica, dort angekommen haben wir uns gleich ein Fahrrad für einen Tag ausgeliehen um den kompletten Strand abfahren zu können. Unser neuer persönlicher Fotograf Jake war auch dabei und hat ein paar tolle Fotos von uns gemacht…..


Abends haben Anne und ich entschieden einen Mietwagen zu buchen um zusammen am nächsten Tag einen kleinen Roadtrip zu starten, jedoch hat sich selbst die Buchung als äußerst schwierig herausgestellt. Bis zum nächsten Morgen immer noch keine Buchungsbestätigung erhalten, also bei dem Unternehmen (Sitz in Frankreich), über das wir gebucht hatten, angerufen und bei einer französischen Dame rausgekommen die mir mitteilte, dass die Buchung gecancelt wurde, weil ich auf eine Email nicht reagiert habe, die ich jedoch nie erhalten habe ?!?!… also direkt am Telefon die neue Buchung durchgeführt.

Mit dem Gedanken, dass nun nichts mehr schief gehen sollte, haben wir uns mit Uber auf den Weg zur Mietstation am Flughafen gemacht, da die Damen so undeutlich und schlechtes englisch gesprochen hatte sind wir erst einmal beim falschen Mietunternehmen gewesen, dort gab es natürlich keine Buchung von uns. Also mit gesamten Gepäck zur nächsten Station gelaufen, und die sind nicht alle direkt nebeneinander…nein, es müssen ja gleich mehrere Hundert Meter dazwischen liegen. Nach 15 min. Fußmarsch sind wir bei der nächsten Mietstation angekommen, nach weiteren 15 min. Wartezeit, hat die Dame am Schalter direkt unsere Buchung gefunden *Freude* jedoch als sie nach den notwendigen Dokumenten fragte und ich “nur” einen internationalen Führerschein vorlegen konnte, wurde direkt abgeblockt, ohne den eigentlichen deutschen Führerschein geht garnichts. Bei der ganzen Packerei hab ich doch tatsächlich meinen Führerschein daheim liegen lassen, dachte aber noch der internationale, den ich extra beantragt hatte, wird ja wohl reichen – weit gefehlt. Selbst eine Fotokopie oder ein Fax aus Deutschland wäre nicht möglich. Mist!!! auch Anne hatte ihren daheim gelassen…was nun?!

Wir hatten bereits 50$ für das Auto angezahlt, also erstmal bei dem französischen Unternehmen angerufen und die Reservierung gecancelt… Dann weiter zur nächsten Mietstation, dort haben wir es direkt aufgegeben als der Preis 3fach so teuer war. Also nochmal weiter zur nächsten Mietstation…schon total erschöpft und genervt und mit dem Gedanken im Kopf, wir haben bereits ein Hotel in Santa Barbara gebucht, und müssen dort heute noch angekommen, nochmal einen Versuch gestartet…aber wieder keine Chance, ohne Führerschein kein Auto. Nach dem ganzen hin und her mussten wir uns erstmal setzen und einen Plan B finden.

Der hieß Greyhound Bus, also gerade bei der Buchung alle Felder ausgefüllt, plötzlich die Anzeige “full booked” WTF – wirklich?!

Also musste Plan C her -> Zug. Also mit Uber zur Union Station, dort ein Ticket für den Pacific Surfliner gekauft und 3000 Kreuze gemacht als wir endlich im Zug Richtung Santa Barbara saßen. Nach 3 Stunden endlich angekommen war unser Hotel nur 500 Meter entfernt. Endlich mal Glück gehabt 🙂

Aber wir versuchen es mal so zu sehen, es hatte einen Grund wieso wir kein Auto bekommen haben, ist ja nicht so als ob wir es nicht versucht hätten :-D..außerdem sind solche Abendteuer und Erlebnisse was solch eine Reise ausmachen und hängen bleiben. Wäre ja langweilig wenn immer alles klappen würde 😉 !

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