Indonesien

Lombok

Nach 2 Tagen auf Gili Air ging es für mich ab nach Lombok, dieses Mal mit dem “public boat”, ich war sehr gespannt, was das bedeutet….

Als es dann hieß “mitkommen” und knapp 50 Leute zu einem kleinen Fischerboot gestiefelt sind, wurde es mir langsam klar, eine Massenabfertigung 😀

Die letzten Meter zum Boot musste man durchs Wasser laufen, natürlich mit Gepäck. Und ich stand da voll bepackt mit Rucksack in Sneakers und musste die also erst einmal ausziehen. Mit schwerem Rucksack vorne und hinten ab durchs Wasser und schwankend ins Boot einsteigen, war mal eine ganz neue Erfahrung, noch dazu war das Boot überfüllt und nicht alle haben einen Platz gefunden, da wurde dann halt auch der Bootsbug als Sitzplatz benutzt.

Zum Glück ging die Fahrt nur 20 Minuten, in Lombok am Hafen hieß es dann ebenfalls durchs Wasser an Strand laufen. Den Rest des Weges zur Busstation habe ich dann auch Barfuß hinterlegt, man hat sich mittlerweile an den Zustand gewöhnt 😀

Mit dem Bus ging es den restlichen Weg nach Kuta quer durchs Land. Nach fast 3 Stunden dann endlich am Hostel angekommen, war der Tag dann auch schon vorbei.


Dann kam der Tag, an dem ich mich das erste Mal getraut habe mit einem Roller zu fahren.

In Ubud wäre das für mich undenkbar gewesen, bei der chaotischen Fahrweise und den vollen Straßen dort. Aber Lombok schien ruhiger zu sein, also wollte ich es wagen. Und die schönen Strände liegen alle 30 Minuten Fahrzeit von Kuta entfernt und alles mit dem Taxi fahren wollte ich nicht. Da das Hostel Roller vermietet, war das schonmal recht einfach und es konnte direkt losgehen, ich saß seit Jahren nicht mehr auf einem Roller und dementsprechend ungewohnt war es, dann kam noch das auf der linken Seite fahren dazu…ich hatte jedoch den Dreh schnell raus, nur das Navigieren war so ne Sache. Wenn man sich Null auskennt, bringt auch ein kurzer Blick auf Googlemaps nichts. Handy in der Hand halten ging nicht und in der Tasche mit Kopfhörern funktionierte auch nicht, GSP Signal wurde dadurch blockiert. So musste ich alle paar hundert Meter anhalten um aufs Handy zu schauen und mir wurde schnell klar – wenn mir was passiert, dann weil ich am Straßenrand angefahren werde oder bei den üblen Straßengraben einfach umkippe und mir der Roller auf den Fuß fällt 😀 …was tatsächlich fast passiert wäre.

So habe ich auch fast 1 Stunde anstatt 30 Minuten zu meinem Ziel gebraucht und wer mich kennt, weiß wie orientierungslos ich bin – also war es auch nicht verwunderlich, selbst wenn ich auf dem Handy gesehen habe, dass ich erst links und dann rechts muss, bekomme ich es hin falsch abzubiegen 😀

Aaaaaber ich habe mein Ziel erreicht und es hatte sich gelohnt…

So abseits wie ich da war, wurde ich auch direkt von den Einheimischen wie eine Berühmtheit behandelt, ich musste für mehrere Fotos mit Ihnen posieren, beim ersten Mal habe ich noch nicht recht verstanden wieso, aber als dann eine ganze Gruppe mit mir ein Bild wollte, habe ich es langsam gerafft. Eine Europäerin die nicht komplett vermummt ist, sehen sie wohl nicht oft. Nach einer Weile war es mir aber recht unangenehm, vor allem als sich ein älterer Mann vor mich gestellt und was auf Indonesisch gemurmelt hat und mir hinterherlief. Richtig entspannt am Strand liegen war da nicht 😀

Und so ging es genau so abenteuerlich mit dem Roller zurück zum Hostel, selbst bereits gefahrene Strecken wollen einfach nicht im Gedächtnis bleiben und so musste ich wieder alle paar hundert Meter anhalten und nach Orientierung auf dem Handy schauen 😀


Am nächsten Tag wollte ich es erneut versuchen und zu einem anderen Strand fahren, der mir bereits mehrfach empfohlen wurde. Recht abgelegen, wenig Touristen, toller Strand, türkisblaues Wasser – traumhaft.

Nach einer erneuten abenteuerlichen Fahrt dorthin kam ich an und es wurde mir nicht zu viel versprochen. So gut wie keine Menschen, traumhafter Strand, toller Ausblick, türkisblaues Meer <3 ich war begeistert und freute mich auf ein paar gechillte Stunden.

Nachdem ich es mir auf einem Sitzsack bequem gemacht habe, passierte es…..Massen an Menschen strömten an den Strand, so schnell konnte ich garnicht schauen, da war der komplette Strand voller Menschen.

Ich hab erst garnicht gerafft, was hier gerade passiert. Bis sich erneut eine Schar an indonesischen Kindern um mich versammelt hatte und mich ständig mit “Hi Mister” angesprochen haben :-D, scheint wohl das einzige zu sein was sie auf Englisch sagen können “OMG, was geht hier ab?! – wer seid ihr und was wollt ihr von mir” …anfangs war es ja noch süß, die Kinder mit ihrem breiten Grinsen so fasziniert von mir, aber als sie immer näher kamen und mir fast schon auf dem Schoß saßen, war ich nur noch genervt. Auch den Platz wechseln hat da nicht viel gebracht. So musste ich enttäuscht nach 2 Stunden wieder abziehen, weil es einfach nichts mehr mit – entspannt am Strand liegen – zu tun hatte. Wie ich später erfahren habe, war es der letzte Ferientag und dazu noch ein Sonntag – somit einfach Pech gehabt 😀

Sonst ist der Strand leer ->zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort.


Da das Hostel nicht so mein Fall war und vor allem das Bad dreckig war und gestunken hat, bin ich in ein AirBnb umgezogen, direkt am Strand mit eigenem großen Balkon mit Meerblick.

Für meine letzten Tage in Indonesien habe ich dann mal noch etwas mehr ausgegeben, obwohl man 30€ pro Nacht nicht als viel bezeichnen kann. Hier habe ich natürlich auch wieder verhandelt, undenkbar in Europa – Übernachtungspreise verhandeln :-D. Die versuchen einen echt bei jeder Möglichkeit über den Tisch zu ziehen.

Von meinem Balkon konnte ich dann noch den Massentransport, wie es hier so üblich ist, beobachten.

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